

Für Mütter
Es gibt unzählige Gründe, eine Geburt aufarbeiten zu wollen: ein Sternenkind, ein NICU Baby, der Wunsch nach einem Geschwisterkind, eine traumatische oder schwierige Geburt, ungewollte Interventionen, mehr Selbstbestimmung, weniger Angst, ein neuer Lebensabschnitt, fehlender Bindungsaufbau zum Baby, ein Schreibaby, ...
Vielleicht durchlebst du auch gerade den Babyblues bzw. eine postpartale depressive Verstimmung. Möglicherweise haderst du mit deiner Identität und der Frage, ob du jetzt "nur noch Mutter" bzw. eine "gute" Mutter bist, mit körperlichen Veränderungen oder nicht aufhörenden Gedankenspiralen.
Eine Aufarbeitung zum Thema Mutter-Werden und Mutter-Sein hat kein Ablaufdatum. Sehr viele Frauen wollen in den ersten 12 Monaten nach der Geburt über ihre Erfahrungen sprechen. Doch auch nach 2, 5, 10 Jahren oder danach macht es Sinn, wenn die Geburtserfahrung sehr prägend war oder es andere Themen gibt, die einen weiterhin beschäftigen.
Hier sind einige Beispiele, was Themen in der Beratung sein können. Der Ablauf und die Dauer der Beratung sind an deine individuellen Bedürfnisse und Erfahrungen angepasst.
Geburtsablauf verstehen
Vielen Menschen hilft es, wenn sie den Ablauf während der Geburt und danach zeitlich einordnen können. Gemeinsam halten wir deine eigenen Erinnerungen fest, gehen die Geburtsdokumentation durch und finden die richtigen Ansprechpartner*innen für klärende Gespräche.
Gefühle zulassen und regulieren
Ob ungewollte Tränenausbrüche während eines Gesprächs, unerklärbare Wut oder Gefühlskälte - während der Geburt und auch Monate danach gibt es starke Hormonschwankungen, die die Gefühle beeinflussen. Gemeinsam schaffen wir einen sicheren Raum, in dem du deine Gefühle rauslassen kannst und regulieren lernst.
Sorgen und Ängste lösen
Besonders schwierige und traumatische Geburten können ein Gefühl von Kontrollverlust, Ängste und Sorgen auslösen - auch hinsichtlich weiterer Kinderplanung oder anderen medizinischen Eingriffen. Gemeinsam erarbeiten wir, wie Selbstbestimmung in solchen Situationen aussehen und stattfinden könnte, damit du dich sicher fühlen kannst.
Deinen individuellen Weg finden
Es geht um dich. Um deine Gefühle und dein Erleben. Darum, was du brauchst und was du dir wünschst. Darum, wie es nun weitergehen soll und was sich für dich richtig anfühlt. In deinem Tempo.
Emotionalen Druck und unerfüllte Erwartungen adressieren
Manche Frauen kommen sich gedrängt und hilflos vor. Sie fühlen sich als wären sie schlechte Mütter, wenn ihnen der Bindungsaufbau zum Baby schwer fällt, das Baby oft schreit und viel Aufmerksamkeit einfordert, sie Probleme beim Stillen haben oder das Baby gesundheitliche Probleme hat. Gemeinsam erarbeiten wir Strategien mit diesem Druck umzugehen.
Gedankenkarussell verlassen
Deine Gedanken drehen sich immer wieder um die Geburt, das Wochenbett, die Zeit danach. Du fühlst dich müde und erschöpft. Vielleicht geistert auch eine Schuld-Frage durch deinen Kopf. Gemeinsam reflektieren wir, welche der Gedanken dir wichtig sind und welche gehen dürfen. Wir üben das Aussteigen aus Gedankenspiralen und das bewusste Entspannen.
Was-hätte-sein-können in neuem Licht sehen
Enttäuschte Erwartungen können oft schwer auf einem lasten. Vielleicht geht es darum, was man nicht wollte, aber passiert ist. Oder darum, was man wollte, aber nicht passiert ist. Darum, womit man nun leben muss. Oder darum, was man nun nicht haben kann. Vielleicht steht man dabei selbst im Mittelpunkt, vielleicht aber auch jemand anderes. Daher ist es wichtig, diese enttäuschten Erwartungen zu bennenen und zu würdigen. Gemeinsam stellen wir uns der Frage, was hätte sein sollen; was nun anders ist; und wie man damit umgehen kann, wenn es doch weh tut, daran zu denken.
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